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„Wie ein Schlüssel im Gefängnis...“ „ ...so muss der wahre Friede sein“ - so sangen wir am 10. Februar im Abendgottesdienst der Versöhnungskirche, der dem Thema „Vergebung“ gewidmet war. Dazu passte eine Nachricht, die ich als Vertreter der Detmolder Gruppe von amnesty international der Gemeinde überbrachte: Die Gemeinde hatte sich in Briefaktionen immer wieder für drei iranische Studenten eingesetzt, die im Jahr 1999 bei einer Demonstration gegen die Einschränkung der Pressefreiheit inhaftiert, zum Tode verurteilt und dann zu 10 Jahren Haftstrafe begnadigt worden waren. Einer von ihnen war an den Folgen unmenschlicher Haftbedingungen gestorben, sein Bruder konnte anlässlich eines Hafturlaubes fliehen, der dritte, Achmed Batebi, blieb im Gefängnis und war zuletzt gesundheitlich extrem gefährdet. An ihn erinnerte eine letzte von drei Rosen, die auf dem Altar der Kirche stand.
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Nun konnte Frau Ostarek die Rose vom Altar nehmen und mir übergeben, weil Achmed Batebi 1 Jahr vor seiner geplanten Entlassung im Alter von 29 Jahren freigelassen wurde. Es war spontane Freude bei den Teilnehmern des Gottesdienstes zu spüren.
Achmed hat nach seiner Entlassung einer Exil-Iranerin ein Interview gegeben. Darin sagt er auf die Frage, ob er den Iran verlassen wolle: „Nein, ich werde hier bleiben. Es gibt viel zu tun.... Ich sehe eine gute Zukunft kommen...“ Es ist bewundernswert, dass Achmed trotz der langen Leidenszeit so hoffnungsvoll in die Zukunft blickt. Wir können nur wünschen, dass diese Zukunft dem Iran „wahren Frieden“ bringt, wie wir es im Lied gesungen haben.
Jedenfalls dankt die Detmolder Gruppe von amnesty international der Gemeinde noch einmal für die kontinuierliche Unterstützung.
Ulrich Steinbrück |
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