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Letzte Aktualisierung
am 7. Juli 2010

 

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weitere Infos zum Iran

05.07.2010

IRAN
Jugendlichem Straftäter droht Hinrichtung  - Schweiz interveniert
 Die iranischen Behörden haben einen neuen Hinrichtungstermin für Mohammad Reza Haddadi festgesetzt. Er könnte bereits am 7. Juli in Shiraz hingerichtet werden, für ein Verbrechen, dass er als Minderjähriger begangen haben soll. (Er bestreitet die Tat). Die Schweiz intervenierte durch ihren Botschafter bei den iranischen Behörden in Teheran und forderte die Aufhebung des Todesurteils. Die Schweiz  verurteilt die zahlreichen Hinrichtungen von jugendlichen Straftätern im Iran in den letzten Jahren sowie die Todesstrafe generell.

30.3.2010

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Todesstrafe im Iran. Zweithöchste Zahl von Hinrichtungen weltweit
Im Iran gibt es laut Menschenrechtsorganisationen weltweit die zweithöchste Zahl an Hinrichtungen: 338 Personen wurden im vergangenen Jahr durch den Staat getötet. Neben religiösen und politischen Opfern kritisiert Amnesty International vor allem die Hinrichtung Jugendlicher. Allein 112 Todesurteile seien zwischen der umstrittenen Präsidentenwahl am 12. Juni und der zweiten Amtseinführung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad am 5. August vollstreckt worden. In vielen Fällen habe die Anklage "bewaffneter Widerstand gegen die Staatsgewalt" gelautet.
Hier die ai-Todesstrafenstatistik für 2009
Die weitaus meisten Todesstrafen wurden wiederum in China ausgesprochen und vollstreckt. 1700 Hinrichtungen wurden im Jahr 2008 in China bekannt - weltweiter Rekord. Doch die Dunkelziffer liegt Rechtsexperten zufolge weit höher, manche rechnen mit bis zu 8000 vollzogenen Todesstrafen.

8. März

IRAN
Frauenrechtsbewegung im Iran lebt
Hier ein
Interview der Menschenrechtsverteidigerin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte zur Situation der Frauenbewegung im Iran, das zeigt, mit welchem Einsatz und Mut Frauen im Iran für Gleichberechtigung kämpfen!

11.03.2010

IRAN
Druck auf Teheran
Manuchehr Mohammadi, bekannter iranischer Menschenrechtler, bittet Staatengemeinschaft um Unterstützung
(eas). Bei seinem Besuch in Deutschland forderte Manucher Mohammdi auf einer am 11.3.2010 vom AStA der Universität Mainz ausgetragenen Pressekonferenz den Westen auf, die Opposition im Iran - die so genannte Grüne Bewegung - weiter zu unterstützen. Mohammadi spielte eine führende Rolle bei den studentischen Prostestbewegungen im Iran. Im Jahre 1999 wurde er verhaftet und zu 13 Jahren Haft verurteilt. In der Haft wurde er gefoltert und misshandelt. Im Jahre 2006 gelang ihn bei einem Hafturlaub die Flucht, er lebt seitdem in den USA. Die Detmolder amnesty-Gruppe hatte sich, zusammen mit anderen Menschenrechtsorganisationen, mit vielen Aktionen für seine Freilassung eingesetzt. siehe:
Der gefährliche Kampf für die Freiheit – Stationen seines Lebens
Mohammadi unterstrich die Gewaltlosigkeit der iranischen Opposition und betonte auch in Bezug auf eine zukünftige, aus der Grünen Bewegung gestellte Regierung: "Wenn wir zu Gewalt greifen, werden wir genau so sein, wie die Islamische Republik heute ist." Gewalt sei immer ein Zeichen von Schwäche. Mohammadi räumte allerdings ein, dass es auch im Iran Gruppen gäbe, die gewillt seien, das Regime nicht nur mittels zivilen Ungehorsams zu bekämpfen. Sollte die internationale Staatengemeinschaft ihren Druck auf Teheran nicht verstärken und die Menschenrechtsbewegung im Iran nicht weiter unterstützen, bestehe die Gefahr, dass radikale Gruppen die Oberhand über die Opposition gewönnen.

ABDELKARIM_kl17.02.2009

IRAN
Iranischer Oppositioneller hält Machtwechsel für möglich
Der Regimegegner Abdelkarim Sorusch sieht in den Revolutionsgarden die größte Gefahr für sein Land. Trotzdem glaubt er an einen baldigen Machtwechsel. Hier ein Interview, das er
am 17.2.2010 mit der ZEIT geführt hat.


IRANtn_kl
Frauenrechtlerin aus der Haft entlassen
Die 24-jährige Studentin und Frauenrechtlerin Somayeh Rashidi wurde am 25. Februar 2010 aus dem Teheraner Evin-Gefängnis entlassen. Amnesty International sind die genauen Bedingungen ihrer Freilassung nicht bekannt. Ihr könnten eine Anklage und ein Gerichtsverfahren bevorstehen. Mit einer Eilaktion hatte sich AMNESTY INTERNATIONAL für sie eingesetzt.
Somayeh Rashidi unterstützt die Kampagne für Gleichberechtigung seit ihrer Gründung im Jahr 2006. Die Kampagne für Gleichberechtigung ist auch bekannt als "Eine Million Unterschriften"-Kampagne und fordert ein Ende der Diskriminierung von Frauen im iranischen Recht. Man hatte Somayeh Rashidi die Fortsetzung ihres Studiums im laufenden Studienjahr verwehrt - offenbar wegen ihres Engagements in der Frauenbewegung.
Hier weitere Einzelheiten.

15.02.2010

IRAN
Iran am Pranger
Der UN-Menschenrechtsrat tagt in Genf
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In seiner Tagung befasst sich der UN-Menschenrechtsrat in Genf mit dem Bericht, den die iranische Regierung vorgelegt hat . "Die iranischen Behörden scheinen den Bezug zur Realität verloren zu haben oder wollen sie einfach nicht anerkennen," sagte Hassiba Hadj Saraoui, die stellvertretende Direktorin für den Mittleren Osten und
Nordafrika bei Amnesty International bei der Auswertung dieses Berichts. "Für den Iran ist es an der Zeit, notwendige Maßnahmen durchzusetzen, um die Menschenrechtslage im Land zu verbessern und   Menschenrechtsverteidigern zu erlauben, ihrer Arbeit ohne Furcht nachzugehen, Journalisten freie Berichterstattung zu gewähren, Menschen demonstrieren zu lassen, ohne ihnen mit Gewalt zu begegnen und die Justiz im Allgemeinen zu verbessern," sagte Hassiba Hadj Sahraoui:
Hier der ausführliche Kommentar von amnesty
international, auch in der englischen Fassung


Hier der Länderkurzbericht von AMNEST INTERNATIONAL vom 8. Februar 2010 über die Menschenrechtsverletzungen im Iran  seit den Wahlen im Juni 2009.

13.02.2010

IRAN
Iranische Nobelpreisträgerin Shirin Ebadi richtet Hilferuf an die Vereinten Nationenshirin_ebadi202
"Bitte helft uns, den Frieden in unserem Land wieder herzustellen. Die Regierung muss dem Volk zuhören, sonst gibt es schon morgen eine Katastrophe". Ebadi bittet den Menschenrechtsrat, einen Sonderberichterstatter in den Iran zu schicken, der dort die Situation verfolgen solle. Bei einer von amnesty international und Human Rights Wachtch organisierten Veranstaltung am Montag, 15. Februar in Genf soll die Menschenrechtslage im Iran vor dem UN-Menschenrechtsbeirat diskutiert werden. Westliche Staaten wie Deutschland kündigten harte Kritik an der Führung im Iran an.
Hier ein Bericht des Südwestdeutschen Rundfunks

28.01.2010

IRAN
Schockierende Hinrichtung zweier Oppositioneller
28. Januar 2010 - Amnesty International hat die Hinrichtung zweier Männer im Iran scharf verurteilt. Mohammad Reza Ali-Zamani und Arash Rahmanipour sind am Donnerstag gehängt worden, nachdem sie im Oktober in unfairen Prozessen der "Feinschaft zu Gott" und der Mitgliedschaft in der Gruppierung "Anjoman-e Padeshahi-e Iran" (API), die für die Wiedereinführung der Monarchie im Iran eintritt, für schuldig befunden worden waren. Diese schockierenden Hinrichtungen zeigen, dass die iranischen Behörden vor nichts halt machen, um die friedlichen Proteste nach den Wahlen auszumerzen. Die Geständnisse scheinen erzwungen zu sein. Neun weitere Oppositionelle befinden sich im Todestrakt.
Hier weitere Informationen

Dezember 2009

IRAN
Gefangen im Netz
Millionenfach kommunizieren junge Iraner über virtuelle Netzwerke und nutzen sie, um gegen staatliche Zensur und Willkür zu protestieren. Die Behörden versuchen, mit allen Mitteln die Kontrolle zu behalten und Online- Dissidenten zu verfolgen. Die User unterliegen starken Kontrollen und werden beim Surfen beobachtet, registriert und verfolgt.
Bericht im amnesty-Journal 01/2010 von Golrokh Ermailii
http://www.amnesty.de/journal/2009/dezember/gefangen-im-netz

Hossein Derakhshan, Pionier der iranischen Bloggerszene, wurde am 1. November 2008 verhaftet. Zweimal durfte er kurz telefonieren, seitdem erhielten seine Angehörgen keine Nachrichten mehr von ihm.

29.12.2009

IRAN
Das Blutvergießen muss beendet werden
Amnesty International verurteilt den Verlust von weiteren 8 bis 15 Menschenleben im Iran während des religiösen Aschura-Festes und fordert eine unabhängige Untersuchung aller Berichte über Menschenrechts- verletzungen und das Ende des Blutvergießens. „Die Spirale der Gewalt dreht sich im Iran unaufhörlich weiter und das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte scheint auf einen so noch nie da gewesenen Widerstand der Demonstranten zu treffen.“ äußerte sich Hassiba Hadj Sahraoui, die stellvertretende Direktorin des Nahost- und Nordafrika-Programms von Amnesty International, zu den Vorfällen.

Weitere Informationen
http://www.amnesty.de/2009/12/29/iran-das-blutvergiessen-muss-beendet-werden?destination=startseite

26.11.2009

IRAN
Behörden ziehen Shirin Ebadis Friedensnobelpreis ein
Die iranischen Behörden haben das Diplom und die Medaille der Juristin und Menschenrechtlerin Shirin Ebadi für ihren Friedensnobelpreis beschlagnahmt. Auch ihr Preisgeld von ca. 1 Million Euro wurde konfisziert. Das bestätigte Norwegens Außenminister. Er ließ Teherans diplomatischen Vertreter einbestellen und protestierte im Namen seiner Regierung. "Wir sind empört und schockiert". Shirin Ebadi hatte den Nobelpreis im Jahre 2003 für ihren Einsatz für Frauen und Kinder im Iran erhalten. Schon in der Vergangenheit hatte Shirin Ebadi immer wieder mit Schikanen zu kämpfen. Sie wurde mehrfach inhaftiert, ihr Büro wurde zwangsweise geschlossen. Vor kurzem wurde ihr Mann inhaftiert, er wurde geschlagen. Einen ausführlichen Bericht finden Sie unter
Spon.de

Ebadi hatte den Friedensnobelpreis für ihre Bemühungen um Demokratie und Menschenrechte in Iran bekommen. Die Anwältin war mehrfach in Haft und hatte auch als Friedensnobelpreisträgerin immer wieder mit Schikanen der Behörden bis hin zur Zwangsschließung ihres Büros zu kämpfen. Nach den norwegischen Angaben wurde jetzt der komplette Inhalt eines Schließfachs Ebadis in Iran konfisziert, darunter auch die Nobel-Auszeichnungen. Norwegens Außenminister Støre sagte: "Es geschieht zum ersten Mal, dass ein Staat den Friedensnobelpreis beschlagnahmt. Wir sind schockiert und haben nicht das geringste Verständnis dafür." Neben der Medaille und dem Diplom hatte Ebadi 2003 in Oslo auch die Dotierung des Nobelpreises von zehn Millionen Kronen (knapp eine Million Euro) in Empfang genommen.

26.11.2009

IRAN
Akbar Ganji erhält Leipziger Medienpreis
Der bekannte iranische Dissident und Medienrechtler Akbar Ganji  war 6 Jahre inhaftiert, weil er Menschenrechtsverletzungen im Iran kritisierte. In der Haft war er des öfteren Opfer von Folter, trat mehrmals in den Hungerstreik.
Die Detmolder amnesty-Gruppe hatte sich mit zahlreichen Aktionen für seine Freilassung eingesetzt. Nach seiner Freilassung ist er in die USA gegangen und setzt von dort seinen Kampf für die Durchsetzung der Menschenrechte im Iran fort. Für sein Engangement nahm er am 26.11.2009 den Medienpreis der Sparkasse Leipzig entgegen. Hier finden Sie ein
Video seiner Ansprache zur Preisverleihung
Informationen über seinen  Kampf für die Menschenrechte unter:
Ein Leben für Freiheit und Demokratie

24.10.2009

IRANEU-Parlament
Dringende Resolution des EU-Parlaments über die  Menschenrechte  im Iran
Das europäische Parlament verabschiedete am Donnerstag, 24.10.2009 eine dringende Resolution über Menschenrechte im Iran. Die Parlamentarier riefen zur Freilassung der inhaftierten Gefangenen der Demonstrationen nach der beschämenden Wahl im Juni 2009 auf sowie das Respektieren der Pressefreiheit. Sie verurteilten die massive und exzessive Anwendung von Gewalt, willkürliche Verhaftungen und mögliche Folter, um die Protestbewegung nach der kontroversen Präsidentschaftswahl zu unterdrücken.  Sie wiederholten ihren „Aufruf zur Abschaffung der Todesstrafe im Iran“ und  verurteilten die Todesurteile und Hinrichtungen, besonders diejenigen, die an jugendlichen und minderjährigen Häftlingen durchgeführt wurden.

30.09.2009

IRAN
Opfer Von Vergewaltigung und Folter erneut in Gefahr
„Opfer von Vergewaltigung und Folter durch iranische Sicherheitskräfte sind erneuten Gefahren ausgesetzt, nachdem Dokumente konfisziert wurden, in denen detaillierte Aussagen über den Missbrauch gemacht wurden“. Das erklärte Irene Khan, Generalsekretärin von AMNESTY INTERNATIONAL in ihrer Presseerklärung vom 30. September 2009 Irene Khan appellierte an den obersten Führer Ali Khamenei, die Sicherheit der Opfer zu gewährleisten und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Hier der
volle Wortlaut der Presserklärung

Irene Khan